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«Wir gehen auf die Wünsche des Kunden ein»

Sympacare betreut Menschen in ihrem vertrauten Zuhause. Wo der Unterschied zwischen Betreuung und Pflege liegt und was dem Unternehmen wichtig ist, erzählt Hannes Ruh im Interview.

Geschrieben am 26. Jan. 2020

Hannes Ruh ist Stv. Geschäftsführer bei Sympacare. Im Interview erzählt er uns, was Sympacare genau macht und wie wichtig dem Unternehmen die Mitarbeitenden sind. Ausserdem klärt er darüber auf, wo der Unterschied zwischen Seniorenbetreuung und Pflege liegt – und warum der Verbandwechsel von der Spitex übernommen wird.

Hannes Ruh, was macht Sympacare?

Sympacare betreut Senioren, Betagte, Kranke und Menschen mit Behinderungen in ihrem Zuhause. Unsere Angestellten übernehmen verschiedene Aufgaben und unterstützen ihre Kunden im Alltag. Durch die Seniorenbetreuung zu Hause können ältere Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Dieser Wunsch ist weit verbreitet und mit Sympacare bieten wir die ideale Lösung an. Wichtig ist aber, dass die Betreuung von der Pflege unterschieden wird.

Welche Aufgaben gehören denn zum Beispiel zur Seniorenbetreuung?

Das ist ganz unterschiedlich. Wir gehen auf die Wünsche des Kunden ein. Unsere Angestellten erledigen zum Beispiel den Haushalt, kochen oder helfen beim An- und Auskleiden. Sie schreiben aber auch Mails, lesen aus der Zeitung vor oder begleiten den Kunden zu einem Opernbesuch. Die Aufgaben sind sehr breit gefächert, weil wir uns nach den Bedürfnissen des Kunden richten. Wenn ein Kunde aber Pflegeleistungen braucht, übernimmt das die Spitex.

Ein Verbandwechsel gehört also nicht zu den Aufgaben von Sympacare?

Nein, der Verbandwechsel ist eine Pflegeleistung, genauso wie die Medikamentengabe oder die Blutdruckmessung. Die Bereiche Betreuung und Pflege müssen klar voneinander abgegrenzt werden. Viele Menschen wünschen eine Seniorenbetreuung und verwenden dafür fälschlicherweise den Begriff Pflege.

Wie muss man sich die private Seniorenbetreuung zu Hause vorstellen – ist jemand rund um die Uhr für den Kunden da?

Wir bieten die Modelle SympaSix und SympaSun an. Bei SympaSix ist die Betreuungsperson sechs Tage von Montag bis Samstag anwesend. Dieses Modell ist für den Kunden etwas günstiger, weil die Sonntagszuschläge wegfallen. Bei SympaSun ist die Betreuungsperson sieben Tage anwesend und zwei Angestellte wechseln sich alle zwei Wochen ab. Bei beiden Modellen arbeiten die Betreuer nicht rund um die Uhr, weil sie ein Anrecht auf Freizeit haben. Wenn eine 24-Stunden-Betreuung gewünscht wird, ist das sowohl bei SympaSix als auch bei SympaSun möglich. In diesem Fall wechseln sich zwei bis vier Personen im Schichtbetrieb ab, um die 24 Stunden ohne Unterbruch abzudecken.

Und bei beiden Modellen wohnt die betreuende Person beim Kunden zu Hause?

Genau. Sie bildet mit dem Kunden eine Wohngemeinschaft und ist zur Stelle, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Wir wollen zum einen, dass unsere Kunden sich auf ihre Betreuung verlassen können. Zum anderen sollen sich aber auch unsere Angestellten wohlfühlen. Wir kümmern uns um unsere Mitarbeitenden genauso wie um unsere Kunden. Unsere Angestellten sind nicht billige Arbeitskräfte, sondern wertvolles Personal. Das ist auch in unseren Werten so verankert.

Was tun Sie, damit es Ihren Mitarbeitenden gut geht?

Es ist uns wichtig, dass sie eine angenehme Unterkunft haben, sich regelmässig verpflegen können und über einen Internetanschluss verfügen. Viele unserer Mitarbeitenden stammen aus dem Ausland und kennen hier fast niemand. Wenn es die Distanz erlaubt, vernetzen wir die Angestellten miteinander und ermöglichen ihnen auf diese Weise soziale Kontakte. Ausserdem achten wir genau darauf, welche Kunden und Betreuer zusammenkommen. Nur wenn das Personal, die Kunden und das Sympacare-Team harmonieren, können wir eine qualitativ hochstehende Seniorenbetreuung zu Hause anbieten. Darauf legen wir grossen Wert und genau das macht Sympacare so besonders.