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Selbständigkeit im Alter – diese Helfer unterstützen im Alltag

Immer mehr Menschen ab 60+ tun etwas für ihre Fitness, um möglichst lang selbständig zu bleiben und weiterhin zuhause zu wohnen. Allerdings gibt es kaum jemanden, dem im fortgeschrittenen Alter nicht das eine oder andere Mühe bereitet. Zum Glück gibt es für Senioren und Seniorinnen allerlei schlaue Hilfsmittel, die manches einfacher machen.

Geschrieben am 10. Dez. 2020

Erfreulicherweise beschäftigen sich immer mehr Architekten und Designer mit dem Thema Wohnen im Alter und den damit verbundenen Anforderungen. Die einen konzipieren barrierefreie Häuser und Wohnungen, andere entwickeln Hilfsmittel für Seniorinnen und Senioren, die bei eingeschränkter Mobilität, Schwerhörigkeit und nachlassender Sehkraft wertvolle Dienste leisten. Es sind Erfindungen, mit denen sich die ältere Generation ein Stück Unabhängigkeit bewahrt. Unsere Redaktion hat eine Reihe dieser praktischen Assistenten zusammengestellt. Hinweise zu Bezugsquellen finden Sie am Schluss dieses Artikels.

Kurzübersicht

  • Hilfsmittel bei Seh- und Hörschwäche
  • Kleine Anschaffungen für mehr Sicherheit
  • Aufstehen und tragen – so gehts leichter
  • Die kleinen, nützlichen Helfer für zuhause
  • Informationen und Links

Alltagshilfen für Aug und Ohr

Wenn die Sehkraft abnimmt, kommt dem Licht eine noch grössere Bedeutung zu. Aus Gründen der Sicherheit sollten Sie deshalb nicht nur in der Leseecke auf eine gute Beleuchtung achten, sondern auch in der Küche, im Bad und in dunkeln Winkeln. Ebenfalls sinnvoll ist ein Bewegungsmelder, damit Sie auf den letzten Metern zum Hauseingang nicht im Dunkeln tappen. Wer sich beim Eingeben der Rufnummer immer wieder vertippt, schafft sich ein Grosstastentelefon an und ist so stets richtig verbunden, während eine Leselupe mit Beleuchtung überall für einen erhellenden Lesespass sorgt.
Für Menschen, die schlecht hören, wurde ein kleiner Apparat entwickelt, der das Klingeln an der Tür in Lichtsignale oder Vibrationen umwandelt. Dazu braucht es keine komplizierte Installation, der Empfänger funktioniert über eine Steckdose. Ein Problem, das alle Schwerhörigen kennen, ist die Sache mit der Laustärke. Greifen Sie zu einem Funkkopfhörer. So können Sie das Klavierkonzert von Mozart, die Songs der Beatles oder Ihre Lieblingssendung im Fernsehen so laut wie nötig hören, ohne andere Familienmitglieder oder Nachbarn zu stören.

Vorsorgen ist besser als heilen

Gemäss Zahlen des BfU verletzt sich alle sechs Minuten eine Person über 65 Jahre bei einem Sturz. Tendenz steigend. Der grösste Teil ereignet sich im Wohn- und Schlafzimmer. Teppiche kann man mit einer Gleitschutzunterlage sicherer machen oder – noch besser – ganz entfernen. Keile für Schwellen und Kanäle für Kabel entschärfen weitere, gefährliche Stolperfallen. Schlechte Erfahrungen mit rutschigen Wannen und Duschen haben nicht nur ältere Menschen gemacht. Deshalb zahlt sich die Anschaffung von Antirutschstreifen, einem Dusch- oder Wannensitz, vielleicht einem Wannenverkürzer und von Haltegriffen in jedem Fall aus. Manchmal empfiehlt sich ein Badelift. Und sollte doch einmal etwas passieren: Mit dem Notrufknopf am Handgelenk sind Sie schnell mit einer Hilfestelle verbunden. Aber was, wenn der Wohnungsschlüssel von innen steckt? Dank einer Doppelzylinderlösung ist es Angehörigen oder Nachbarn auch dann möglich, die Tür von aussen aufzuschliessen. Ein Retter der anderen Art ist ein Rauchmelder, der rechtzeitig warnt, bevor es in der Küche oder einem anderen Raum zu brennen beginnt.

Damit Ihnen alles etwas leichter fällt

Die Räume in Einfamilienhäusern befinden sich in der Regel auf zwei oder mehr Ebenen. Sobald Stufen nur noch unter Mühe bewältigt werden können, macht ein Treppenlift Sinn. Zwar ist dies eine teure Anschaffung, aber dafür kann man weiterhin zuhause wohnen. Ein weitere Massnahme ist die Erhöhung von Bett, Sofa und tiefen Sesseln. So fällt Ihnen das Aufstehen leichter, und Sie haben schneller einen sicheren Stand. Für Toiletten gibt es fertige Sitzerhöhungen. Fernbedienungen nehmen Ihnen manch mühselige Tätigkeit ab. Sie öffnen das Garagentor und die Haustür, machen das Licht an und lassen die Storen ein- und ausfahren. Wichtig ist auch hier, dass Sie auf eine einfache Bedienung achten. Ein weiterer williger Assistent ist der Transportwagen, der schwere Lasten wie etwa Geschirr oder Bücher problemlos von Zimmer A nach Zimmer B fährt, und ein Sodasprudler erspart Ihnen oder Ihrer Betreuungsperson das Schleppen schwerer Mineralwasserflaschen.

Kleine Hilfsmittel, grosse Erleichterung

Womöglich ist für Sie eine Betreuung zuhause die richtige Lösung. Eine Betreuungsperson die Sie überall dort unterstützen, wo Ihnen die Kraft fehlt. Trotzdem möchten Sie natürlich aktiv bleiben. Vielleicht kochen oder backen Sie gern. Speziell für die Arbeiten in der Küche haben sich kluge Köpfe einiges einfallen lassen. Dazu gehören der elektrische Dosenöffner, der Universalgriff für das sichere Anheben von Pfannen, der Öffner für Drehverschlüsse aller Art und die Antirutschunterlage, die beim Rühren die Schüssel fixiert. Ein Kehrset mit langem Stiel und eine Greifzange nehmen Ihnen das Bücken ab, und eine Stehhilfe entlastet Ihre Beine beim Zubereiten von Speisen. Wenn Sie Geschenke für die Enkelkinder einpacken, geht Ihnen eine Akkuschere zur Hand, Griffverlängerungen für Bürsten und Schwämme erleichtern Ihnen die tägliche Hygieneroutine, und der Knöpfer und der Strumpfanzieher sind Ihnen beim Anziehen behilflich.

Weiterführende Informationen und Links

Diverse Hilfsmittel finden Sie in Baumärkten oder online.

Für Geräte, die akustische Signale in Lichtimpulse umwandeln, wenden Sie sich an pro audito, die Hörmittelzentrale oder ein spezialisiertes Fachgeschäft.

Den Alarmknopf fürs Handgelenk mit einem Notruf-Dienst bietet beispielsweise das Rote Kreuz an.

Einen geprüften Rauchmelder mit einer 10-Jahres-Lithiumbatterie gibt es bereits für weniger als fünfzig Franken.

Im Online-Shop der Rheumaliga finden Sie unter «Entdecken» weitere Produkte, die Ihnen den Alltag erleichtern. Sie sind unterteilt in die Rubriken Kochen & Essen, Alltag & Freizeit sowie Ankleiden und Körperpflege.

Bei Fragen zu Krankenmobilien und anderen Alltagshilfen können Sie sich auch an Ihre Spitex oder unsere Ansprechpersonen wenden.