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Interview mit Ursula Peter - Warum sie sich für die Seniorenbetreuung mit Sympacare entschieden hat

Geschrieben am 23. Apr. 2020

Ein Austausch mit einer Kundin über die Gründe für eine Seniorenbetreuung zuhause

Aus welchen Gründen haben Sie sich für eine Betreuung bei Sympacare entschieden? Was sprach damals für die Wahl von Sympacare?

Als klar wurde, dass man RS nicht mehr allein zu Hause lassen kann, prüften wir verschiedene Alternativen, unter anderem auch ein Altersheim. Dieses kam aber aus mehreren Gründen nicht infrage. RS hatte damals noch ihre Katze und wollte sich nicht von dieser trennen. Abgesehen davon hat sie eine schöne Wohnung. Zuerst dachten wir, dass wir sie selbst zu Hause betreuen können, weil einige von uns Krankenschwestern sind.

Mir wurde jedoch rasch klar, dass wir nicht alles selbst abdecken können, weil auch nachts eine Betreuung erforderlich ist.

Eine Mitarbeiterin von Sympacare ist eine Freundin von mir; sie hatte Sympacare vorgeschlagen. Wir hatten die Unterlagen von Sympacare mit denjenigen eines anderen Anbieters verglichen, den die Schwester der Patientin vorschlug.

Aufgrund dieser Beurteilung hatten wir uns dann für Sympacare entschieden.

Was sprach konkret für Sympacare bzw. gegen den anderen Anbieter?

Der andere Anbieter sprengte unseren finanziellen Rahmen. Und man hätte viele verschiedene Betreuer engagieren müssen: Jemanden tagsüber, jemanden nachts, und jede Woche wieder neue Betreuer.

Sympacare sagte uns, man bemühe sich, eine individuelle Lösung zu finden, die zu den Bedürfnissen von RS passe. Man versprach, die Betreuungspersonen fair zu entlohnen und zu versichern. Es ist mir ein ganz wichtiges moralisches Anliegen, dass die Betreuungspersonen fair behandelt werden.

Durch die verschiedenen Gespräche, die wir anschliessend mit Sympacare führten, fassten wir Vertrauen. Wir konnten Sympacare mit jedem unserer Anliegen kontaktieren – mit zahllosen Details – und sie entwickelten mit uns zusammen genau diejenige Lösung, die letztlich am stimmigsten war.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die Betreuungsperson vier Wochen bleiben kann. Sie hat jede Woche einen freien Tag, den wir selbst abdecken.

Auch tagsüber hat die Betreuungsperson einige festgelegte Freistunden; die Patientin ist in der Lage, diese ohne Betreuung zu bestreiten.

Was schätzen Sie an der Senioren-Betreuung durch Sympacare?

RS hat die Betreuerin sehr gerne. Anfänglich gab es Sprachprobleme. Sympacare bot deswegen an, die Betreuerin auszuwechseln, aber wir wollten dies nicht. Jetzt absolviert die Betreuerin einen Sprachkurs.

Die zweite Betreuungsperson ist sehr empathisch, feinfühlig, und sie spricht sehr gut Deutsch.

Wichtig ist der ständige Austausch zwischen der Patientin, uns und den Betreuungspersonen. Denn der Zustand der Patientin und ihre Fähigkeiten ändern sich ständig. Darum muss man oft über Kleinigkeiten diskutieren, zum Beispiel: «Darf die Patientin selbstständig die Treppe hinuntergehen oder nicht?» Wir müssen auch eine «Überbetreuung» vermeiden. «Alle müssen noch atmen können!»

In welchen Bereichen unterstützt Sympacare RS am meisten? Wo ist die Betreuung wirklich eine «grosse Hilfe»?

Den ganzen Tag hindurch! Angefangen morgens beim Zubereiten des Frühstücks bis zur letzten Medikamenteneinnahme abends vor dem Schlafengehen.

Die Unterstützung betrifft sämtliche alltäglichen Verrichtungen: Essen kochen, auf dem Spaziergang begleiten, Lebensmittel einkaufen, usw.

Welche Qualitäten der Sympacare Betreuungspersonen sind am wichtigsten? Wie gut erfüllen die aktuellen Betreuungspersonen diese Anforderungen?

Beide sind sehr einfühlsam. Eine der beiden spricht sehr gut Deutsch. Eine verfügt auch über viele medizinische Kenntnisse, darf diese aber im Moment nicht anwenden, solange Sympacare noch nicht für Spitex zugelassen ist. Aber wir konnten mit Spitex verabreden, dass RS ihre Tabletten selbstständig einnehmen darf.

Die Betreuerinnen sind sehr gewissenhaft. Sie erinnern die Patientin jeweils daran, dass es Zeit ist, ihre Medikamente einzunehmen.

Wie wohnen die Betreuungspersonen bei RS zu Hause? Haben sie ihr eigenes Zimmer, Internet usw.?

Die Betreuerinnen haben ihr eigenes Zimmer. Wir mussten es zuerst entsprechend einrichten: Schränke zuteilen, Internet installieren, usw. Mit der Unterkunft gibt es keinerlei Probleme; die Betreuungspersonen sind völlig unkompliziert.

Würden Sie sich wieder für eine Seniorenbetreuung zu Hause entscheiden? Falls ja: Was spricht für dieses Betreuungsmodell?

Die Lebensqualität ist viel höher. In einem Heim müsste RS zum Beispiel zwischen 8 und 9 Uhr frühstücken, obwohl sie keine Frühaufsteherin ist. Und sie müsste immer das essen, was gerade auf dem Programm steht. Zu Hause kann sie selbst bestimmen, was und wann sie isst. Die ist nur ein Beispiel. Es gibt unzählige winzige Details, die einem wichtig sind und auf die man im Heim verzichten müsste.

Schlusswort

Ich würde mir wünschen, dass Sympacare auch Spitex-Leistungen erbringen darf. Zum Beispiel ist es für RS sehr wichtig, dass sie den Sonntagmorgen-Gottesdienst besuchen kann. Für uns war es schwierig, dies mit Spitex zeitlich zu koordinieren. Wenn die Betreuungspersonen von Sympacare dies selbst tun dürften, wäre Vieles einfacher.