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Interview mit Mira Machnicki, Projektleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei SYMPACARE

Was ist die Idee hinter Sympacare und wer ist die Zielgruppe? Diese und weitere Fragen werden durch Mira Machnicki, Projektleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei SYMPACARE geklärt.

Geschrieben am 19. Juni 2019

Was ist die Idee hinter Sympacare?

Unsere Vision ist es, älteren und kranken Menschen in der Schweiz zu ermöglichen, so lange wie möglich und gewünscht in den eignen vier Wänden zu leben. Der Name Sympacare steht für unser Leitmotiv bei der Seniorenbetreuung: Sympathisch, herzlich, fürsorglich und kompetent. Wir möchten den zu Betreuenden langfristig eine ganzheitliche, pflegerisch-betreuerische Dienstleistung anbieten. Im idealen Fall durch eine Person und wenn erforderlich, auch im Rahmen einer 24 Stunden Betreuung zu Hause. In dem Fall wohnt eine Betreuungskraft bei der zu betreuenden Person und ist immer für sie da. Sie übernimmt die Betreuung und Haushaltsführung – genauso, wie Familienangehörige es tun würden, wenn sie könnten.


Wer ist Ihre Zielgruppe?

Zu unserer Zielgruppe gehören überwiegend Senioren, die sich dafür entschieden haben, weiterhin zu Hause zu leben und nicht in ein Alters- bzw. Pflegeheim zu gehen. Viele von ihnen leiden an den klassischen „Alterskrankheiten“, wie Demenz oder Alzheimer. Uns kontaktieren oft auch Familienmitglieder, Ehepartner oder Kinder, die die bestmögliche Betreuung für ihre Angehörigen sicherstellen möchten.

Um eine professionelle, Seniorenbetreuung gewährleisten zu können, waren viele organisatorische Voraussetzungen und rechtliche Bedingungen erforderlich – auch um die erforderlichen kantonalen- und SECO-Bewilligungen zu erhalten. Viele unserer Klienten benötigen Betreuung und Pflegedienstleistungen in einem, und da gibt es gesetzlich eine strikte Abgrenzung in der Schweiz.

Eine Grundpflege ist bei vielen Senioren aber den ganzen Tag über nötig, manchmal sogar in der Nacht, was Spitex nicht gewährleisten kann. Um das ganze Spektrum der Seniorenbetreuung abdecken zu können, haben wir uns daher entschieden, auch Spitex-Bewilligungen, zunächst im Kanton Zürich, zu beantragen. Unser Ziel ist es, künftig als eine der privaten Spitex-Organisationen eine ganzheitliche Pflege und Seniorenbetreuung zu Hause anzubieten – und so dazu beizutragen, dass sich Senioren, liebevoll und wertschätzend betreut, wohlfühlen und ihr Leben geniessen können.


Welche Vorteile werden sich dadurch künftig ergeben?

Die Pflegeleistungen können mit einer Spitex-Bewilligung dann mit dem behandelnden Arzt abgestimmt und anschließend mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Dadurch ist es auch möglich, die notwendigen Betreuungskosten, die ja immer noch privat bezahlt werden müssen, deutlich zu senken.


Wie sehen Sie die weitere Entwicklung im Bereich der Altenpflege?

Die Zukunftsaussichten für unsere Branche sind sehr gut, denn der Bedarf an guter Pflege und Seniorenbetreuung wird weiter zunehmen. Die Altersstruktur der Schweizer Bevölkerung erfährt in den kommenden Jahrzehnten beträchtliche Verände­rungen. Die Altersgruppe der ab 65-Jährigen wird sich von 1,5 Mio. im Jahr 2015 auf 2,17 Mio. im Jahr 2030 und bis 2045 weiter auf 2,69 Mio. erhöhen. Der Altersquotient, also die Anzahl an Personen ab 65 Jahren, die auf 100 Personen im Alter von 20-64 Jahren kommen, wird entsprechend von derzeit 29,1 Prozent auf 48,1 Prozent im Jahre 2045 steigen.

Der demografische Wandel unserer Zeit führt also zwangsläufig dazu, dass zunehmend Dienstleistungen wie private Pflege und 24 Stunden Seniorenbetreuung zu Hause benötigt werden.